Home Kontakt Sitemap Impressum/Datenschutz
Facharztpraxis für Anästhesiologie Ronald Thoms Kopfgrafik
 
 
 

Information - Risikofaktoren

Allgemeine Risiken

Wie bei allen medizinischen Eingriffen lassen sich Risiken oder Komplikationen trotz aller Sorgfalt bei der Planung und Durchführung nicht gänzlich vermeiden.
Bedenken Sie jedoch bitte, dass wir hier auch extrem seltene Risiken und Komplikationen aufzählen. Folgenschwere Anästhesiezwischenfälle gibt es nur einmal bei zehntausenden Narkosen.

Zu den allgemeinen Risiken gehören Blutungen und Blutergüsse sowie Infektionen im Bereich der Einstichstelle oder des Katheters (Spritzenabszess, Absterben von Gewebe, Venenreizungen oder -entzündungen) oder Gefäßverletzungen, die behandelt werden müssen, vorübergehende oder bleibende leichte Nervenschädigungen wie Missempfindungen, Berührungsempfindlichkeit, Taubheitsgefühl, Bewegungsstörungen oder Schmerzen. Diese Komplikationen treten jedoch selten auf. Infektionen, die eine Blutvergiftung (Sepsis) nach sich ziehen, chronische Schmerzen oder bleibende Lähmungen sind extrem selten.
Nicht sicher vermeiden lassen sich Haut- und Gewebeschäden durch die Lagerung auf dem Operationstisch sowie Nervenschädigungen oder Lähmungen an den Extremitäten durch Druck, Zerrung oder Überstreckung während der Narkose. Sie bilden sich jedoch meist bald zurück und sind nur sehr selten von Dauer.
Durch die verwendeten Medikamente, durch Latex, durch Vorerkrankungen oder eine Veranlagung können allergische Reaktionen oder Überempfindlichkeiten ausgelöst werden. Das zeigt sich in leichten Beschwerden wie Juckreiz, Hautausschlag, Übelkeit oder Kreislaufproblemen, die sich leicht behandeln lassen. Sehr selten führen
diese Beschwerden bis zum lebensbedrohlichen allergischen Schock mit Atem-, Herz-, Kreislauf- und Organversagen, der intensivmedizinisch behandelt werden muss.
Bei allen Formen der Anästhesie können andere lebensbedrohende Komplikationen wie z.B. Herz, Kreislauf- oder Atemstillstand, Organschäden, Verschluss von Blutgefäßen (Embolie, Lungenembolie, Schlaganfall) auftreten, die jedoch selbst bei betagten Patienten oder Patienten in schlechtem Allgemeinzustand äußerst selten sind. Verwirrtheit, die meist vorübergehend ist, kann bei alten Menschen durch die Trennung von ihrer gewohnten Umgebung und die Belastung durch Narkose und Operation auftreten.

 

Spezielle Risiken bei Allgemein-Anästhesie

Zu den speziellen Komplikationen der Narkose gehören Übelkeit und Erbrechen, die jedoch selten geworden sind. Sehr selten ist auch das Einfließen von Speichel oder Mageninhalt in die Lunge, das eine intensivmedizinische Behandlung nötig macht. Ein krampfartiger Verschluss der Luftwege (Laryngo-/Bronchospasmus) ist sehr selten und lässt sich medikamentös gut beherrschen. Ein extremer Anstieg der Körpertemperatur durch eine lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung (maligne Hyperthermie) ist äußerst selten, erfordert jedoch eine sofortige intensivmedizinische Behandlung.
Schluckbeschwerden und Heiserkeit können bei der Intubationsnarkose oder durch Anwendung der Kehlkopfmaske entstehen, Nasenbluten falls der Beatmungsschlauch über die Nase eingeführt wird. Verletzungen von Kiefer, Rachen, Luftröhre, Kehlkopf oder Stimmbandschäden mit bleibenden Stimmstörungen und Atemnot sind sehr selten. Allerdings kann es zu Schäden an vorgeschädigten Zähnen, an fest sitzendem Zahnersatz und Implantaten kommen oder ggf. zu Zahnverlust führen.

Risiken und Komplikationen bei Neben- und Folgeeingriffen

Vor, während und nach der Operation sind Maßnahmen zur Überwachung und ggf. Aufrechterhaltung der Körperfunktionen sowie die Gabe von Medikamenten notwendig, die ebenfalls Risiken enthalten. Obwohl Fremdblutkonserven, Plasmaderivate und andere Blutprodukte äußerst sorgfältig hergestellt werden, lassen sich bei deren Anwendung Infektionen nicht sicher ausschließen. Sehr selten sind Infektionen mit Hepatitis-Viren (Leberentzündung), extrem selten solche mit HIV (AIDS) oder evtl. mit Erregern von BSE, der neuen Variante der Creutzfeld-Jakob-Krankheit oder bisher unbekannten Erregern. Ihr Arzt wird mit Ihnen besprechen, ob und wann eine Nachuntersuchung zum Ausschluss von Infektionen angebracht ist und ob zur Vermeidung des Infektionsrisikos eine Eigenblutspende oder eine Rückübertragung des Blutes, dass Sie bei der Operation verlieren, in Ihrem Fall möglich ist.

 

Spezielle Risiken bei Regional-Anästhesie

Nach Spinal- und extrem selten nach Periduralanästhesie kann es gelegentlich zu stärkeren Kopfschmerzen kommen; eine mehrtägige Bettruhe kann erforderlich werden.
Ein eventueller Blutdruckabfall während der Anästhesie ist meist gut beherrschbar. Die kurzfristige Einlage eines Blasenkatheters kann selten bei vorübergehender
Harnverhaltung nötig werden.
Eine direkte Verletzung des Rückenmarks ist nahezu ausgeschlossen, bleibende Lähmungen nach Blutergüssen, Entzündungen oder Nervenverletzung im Zusammenhang mit
einer Regionalanästhesie sind sehr selten, genauso wie Verschlechterungen von Hören oder Sehen, Potenzstörungen oder Hirnhautentzündung (Meningitis).
Bei der eventuell notwendigen Gabe von Opioiden kann es selten zu Juckreiz oder Übelkeit, sehr selten zu Atembeschwerden kommen.

Risiken bei Neben- und Folge-Eingriffen

Injektionen, Infusionen, Anlage von Kathetern o.ä. sind als vorbereitende, begleitende oder nachfolgende Maßnahmen im Zusammenhang mit einer anästhesiologischen
Behandlung eventuell nötig und ebenfalls nicht frei von Risiken.
Bei Übertragung von Blut oder Blutbestandteilen (Transfusion) ist sehr selten eine Infektion, z.B. mit Hepatitis-Viren (Leberentzündung) und extrem selten mit HIV (AIDS) nicht sicher auszuschließen. Eine Eigenblutspende vermeidet solche Risiken, ist aber nicht für alle Operationen und nicht bei allen Patienten geeignet.
Nähere Informationen erfragen Sie bitte beim Aufklärungsgespräch.

 

 
[<< zurück]

[Diese Seite drucken]

  © 2018 Ronald Thoms